Welpenspiel & Prägung

Schon bevor der Welpe ins Haus kommt, informieren sich die meisten Menschen sehr intensiv im Internet oder in Büchern über alles rund um das Thema Hund und Hundeerziehung. Dies scheint sinnvoll, man will ja schon gut vorbereitet sein, sobald man den neuen kleinen Freund bei sich hat. Doch unserer Erfahrung nach klappt die Umsetzung dieses – teilweise äußerst umfangreichen – theoretischen Wissens in die Praxis nur bedingt. Zum einen werden nämlich in der Theorie kaum rassenspezifische Unterschiede gemacht. Ob es um einen Jack Russel oder eine Dogge geht, zu häufig wird nur vereinfacht vom „Hund“ geredet und einheitliches Verhalten geraten. Doch so einfach ist es nicht, immerhin wurden die verschiedenen Rassen für verschiedene Verwendungen gezüchtet – jede Rasse „tickt“ anders. Zum anderen überfachten sich Hundebesitzer, vor allem Erstbesitzer, mit theoretischem Wissen regelrecht. Viel lesen hilft viel, meinen die meisten. Doch dem ist nicht so. Das Geheimnis einer erfolgreichen Hundeerziehung liegt nicht im Studieren 25 verschiedener Hunde-Ratgeber. Deshalb sollten Sie in unserer Hundeschule bereit sein, Ihr angelesenes theoretisches Wissen einer – auf Sie als Person und vor allem einer auf Ihren Hund – individuell abgestimmten und fachlich fundierten Anleitung hinten anzustellen. Unsere Praxis ist nicht immer einfach, sie kann auch mühsam und unbequem sein – das hat ein auf langfristige Ziele angelegten Lernprozess aber so an sich. Sie ist aber immerhin individuell, Hund-gerecht und erfolgsversprechend.

Die wichtigsten Abschnitte im Hundeleben sind die Prägungs- und Sozialisierungsphase. Hier erfahren die jungen Hunde alles, was ihr späteres Leben bestimmt. Ähnlich wie bei Menschen kommen die Kleinen – egal welcher Rasse sie angehören – „unschuldig“ auf diese Welt. In diesen beiden Phasen lernen nun die kleinen Hunde Beziehungen zu Menschen, anderen Hunden und ihrer Umgebung aufzubauen. Dieser Lernprozess dauert zwar ein Leben lang, doch solange der Hund noch ein Welpe ist, hinterlassen sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen den stärksten Eindruck.

Das Spiel ist ein wichtiger Faktor in der Welpen- und Junghundeentwicklung. Durch das Spielen mit Menschen und anderen Hunden entwickeln Welpen ihre Fähigkeiten zur Kommunikation. Außerdem macht die intensive Beschäftigung mit dem Welpen Spaß und ist die beste Gelegenheit, sich gegenseitig gut kennen zu lernen.

Damit Frauchen und Herrchen die Fülle der Informationen zu Hause in aller Ruhe durcharbeiten und auch sicher wiederholen können, sind im Kurspreis schriftliche Unterlagen zu den Praxis- und Theoriethemen enthalten.

Fester Kurs über 8 Wochen, Welpen sollten bei Beginn des Kurses zwischen 8-14 Wochen alt sein.

Teilnehmer 6 – 8

Welpenzeit = wichtigste Zeit im Hundeleben. In den ersten Lebensphasen werden die Weichen für das zukünftige Leben des Hundes gestellt. Besonders wichtig ist die Phase zwischen der 8. und 14. Woche. Der Welpe sollte möglichst viele und angenehme Erfahrungen machen. Viele Kontakte mit anderen Hunden unterschiedlicher Rassen, mit unterschiedlichen Menschen und die Gewöhnung an viele Umweltreize prägen für das gesamte Hundeleben.

Kursinhalt: Eine Kursstunde besteht aus einem Wechsel von Spieleinheiten der Welpen und ersten praktischen Einheiten: Bei den Erziehungsübungen (z.B. Herankommen, Sitz, Platz, Lob- und Verbotswortkonditionierung etc.), bei den Koordinations- und Geschicklichkeitsübungen sowie den Übungen zur Bindung stehen Welpe und Halter im Mittelpunkt. Es ist uns wichtig, dass in einer Kursstunde neben Theorie auch direkt die Praxis vermittelt wird: In kleinen Einheiten setzen die Herrchen und Frauchen das um, was kurz zuvor besprochen wurde. Wir gehen dann individuell auf jedes Team (also Mensch + Hund) ein und verhelfen zum Erfolg. Ferner wird vermittelt, wie Spiel und Spaß die Grundlage einer erfolgreichen, langfristigen Hundeerziehung und -ausbildung sein kann. Nach diesen praktischen Elementen folgen immer wieder Spieleinheiten der Welpen. Hier spielen die Welpen nur für sich, die Menschen beobachten nur. Das Welpenspiel wird von unserem Rüden Vito überwacht, er unterbindet artgerecht eventuelle Überreaktionen und zu schroffe Raufereien. Vito leistet einmalige Arbeit und kann als Hund eben das, was wir Menschen nicht können.

Reine „Tobestunden“, in denen die Welpen nur sich selbst überlassen werden und kein Training stattfindet, lehnen wir ab. Die Gefahr der körperlichen Überforderung und daraus entstehenden körperlichen Schäden ist sehr hoch. Schlimm wird es für die Kleinen, wenn größere Hunde mitmischen, psychische Schäden durch Mobbing und rauen Umgang sind vorprogrammiert.

Die Gruppe bleibt während des Kurses zusammen. Es wird nach einem festen Lehrplan gearbeitet, dadurch wird ein gleicher Ausbildungsstand bei den Teilnehmern erreicht.